Interview Teil 2 – Friederike Kammann über Arbeit im Familienunternehmen

Beschreibung

Friederike Kammann on working for the family business – part 2

Du hattest den Generationenwechsel schon angesprochen. Ist die Organisation dieses Umbruchs damit dein zentrales Thema?

Ja, gezwungenermaßen. Der Generationenwechsel ist dabei aber nur ein Teilbereich. Es geht um Wachstum und darum, wie man dieses Wachstum gestaltet und lenkt. Eigentlich habe ich das übernommen, weil es sonst niemand macht. Und jemand muss es machen. Von alleine passiert das nicht. Das ist ein großer Prozess, bei dem man sich viele Gedanken vorab machen muss. In welche Richtung möchte man gehen als Unternehmen? Was passt zum Unternehmen? Da muss man sich zunächst wirklich informieren und den Blick über den eigenen Tellerrand richten. Dann gilt es den Prozess zu gestalten und zu lenken. Der muss von uns selbst kommen. Natürlich suchen wir uns Unterstützung von externen Begleitern, aber anstoßen müssen wir das und auch durchführen. Im Grunde bin ich alleine in diesem Bereich unterbesetzt. Wir bräuchten zwei oder drei Leute dafür, die sich dem Thema widmen. Man muss viel definieren und viel überlegen, da gibt es unglaublich viel zu tun. Diese Organisationsgestaltung ist ein Punkt, an den man automatisch kommt, wenn man als Unternehmen wächst. So wie es früher ablief, dass es zwei Geschäftsführer gibt, die die meisten Entscheidungen getroffen haben und die überall dabei waren, das geht heute nicht mehr. Es sind einfach zu viele Menschen, zu viele Prozesse und Projekte, die gleichzeitig laufen. Deshalb müssen sich Dinge verändern. Wie werden Entscheidungen getroffen, wenn mit den bisherigen Strukturen nicht mehr alles kontrolliert werden kann? Und das ist genau der Punkt, an dem wir sehr lange und sehr viel nachgedacht haben. Und das führt dann schnell zu grundsätzlichen Dingen.

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