Autor: Kristina Nadjarian, Easyfairs Switzerland GmbH und Christian Pauli, Direktor Westschweiz, SWISS LOGISTICS by ASFL SVBL
SVTL – ASLF Management Committee Memeber
LOGISTICS & AUTOMATION stellt 5 Fragen an…
- Was fasziniert Sie an der Logistikbranche besonders?
Logistik ist für mich wie ein Uhrwerk, das nie stillsteht – nur dass es statt Zahnrädern Kühltransporte, Gefahrgut und jede Menge Organisationstalent braucht. Sie verbindet Menschen, Technik und Prozesse mit beeindruckender Präzision. Mich fasziniert, wie aus scheinbarem Chaos täglich reibungslose Abläufe entstehen. Wer glaubt, Logistik sei langweilig, hat noch nie erlebt, wie spannend es ist, wenn alles gleichzeitig und trotzdem pünktlich passiert.
- Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Branche in den letzten Jahren verändert?
Die Logistik hat sich vom Gabelstapler zur Datenwolke entwickelt – und das in Rekordzeit. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Automatisierung haben die Branche nicht nur schneller, sondern auch smarter gemacht. Heute reicht es nicht mehr, dass etwas funktioniert – es muss transparent, effizient und möglichst grün funktionieren. Neue Nischen entstehen, alte Denkmuster verschwinden. Kurz gesagt: Wer in der Logistik nicht mitlernt, bleibt stehen – und das ist in dieser Branche keine Option.
- Mit dem Leitthema «The future of intralogistics technology» stellt die LOGISTICS & AUTOMATION zukunftsweisende Themen in den Vordergrund – was sind für Sie die wichtigsten Trends, welche die Zukunft der Branche prägen werden?
Die Zukunft der Intralogistik ist smart, vernetzt – und manchmal überraschend menschlich. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Energieeffizienz sind die großen Treiber. Aber die wahre Herausforderung liegt darin, Technik und Menschen sinnvoll zu verbinden. Denn selbst die beste KI kennt keine Gefahrgutklasse 3 – dafür braucht es Fachkräfte mit Köpfchen. Die Vernetzung von Maschinen, Daten und Menschen wird zum Erfolgsfaktor, und wer dabei den Überblick behält, ist klar im Vorteil. Kurz gesagt: Die Zukunft ist digital – aber ohne Menschen läuft auch in der Logistik nichts rund.
- In einer immer digitaleren Welt: Wie wichtig sind Ihnen persönliche Begegnungen und Live-Kontakte?
Sehr wichtig. Digitalisierung ermöglicht Effizienz, aber Vertrauen und Inspiration entstehen im persönlichen Austausch. Oft genügt ein kurzes Gespräch vor Ort, um Ideen zu entwickeln, Missverständnisse zu vermeiden oder neue Partnerschaften anzustossen – das lässt sich digital kaum ersetzen.
- Wie stehen Sie zur Fachmesse LOGISTICS & AUTOMATION, dem nationalen Treffpunkt der Schweizer Logistikbranche?
Die Messe ist ein wertvoller Ort, um Innovationen live zu erleben und den Puls der Branche zu spüren. Sie bringt Menschen zusammen, die täglich an der Zukunft der Logistik arbeiten – von Technologieanbietern bis zu Anwendern. Für mich ist sie ein Schaufenster der Möglichkeiten und ein wichtiger Impulsgeber für die Schweizer Logistik. Ich sehe die Messe als das jährliche Familientreffen der Logistik: Ob neue Technologien, spannende Gespräche oder überraschende Impulse – die Messe ist für mich ein Ort, an dem Zukunft greifbar wird und Netzwerke nicht nur digital entstehen.